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Edelmetalle – strukturelle Kräfte treiben den Markt

VON Tobias Schreiner
29. Januar 2026
in MARKT, WIRTSCHAFT
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Die Entwicklungen an den Edelmetallmärkten zu Beginn des Jahres 2026 markieren eine Zäsur. Zwar sorgt Gold mit immer neuen Höchstständen für Aufmerksamkeit, doch der eigentliche Ausreißer ist Silber. Innerhalb eines Jahres hat sich der Silberpreis um 270 Prozent erhöht und damit selbst den traditionell stabileren Goldmarkt deutlich hinter sich gelassen. Diese Bewegung ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern Ausdruck tiefgreifender Veränderungen auf Angebots- und Nachfrageseite.

Neue Höchststände an den Rohstoffbörsen

Die Preisentwicklung beider Edelmetalle ist historisch. Gold überschritt zuletzt erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze. Silber setzte noch einen drauf: Mit einem Kurs von 117,69 US-Dollar je Unze wurde nicht nur ein neues Rekordhoch erreicht, sondern erstmals auch die psychologisch wichtige Schwelle von 100 US-Dollar überschritten.

Bereits 2025 zählten Gold und Silber zu den stärksten Anlageklassen weltweit. Während Gold im Jahresverlauf um rund 65 Prozent zulegte, sprang der Silberpreis um 148 Prozent nach oben. Diese Spreizung setzt sich auch im laufenden Jahr fort. Seit Januar liegt Silber mit einem Plus von über 45 Prozent deutlich vor Gold, das etwa 21 Prozent hinzugewinnen konnte.

Silber profitiert von mehrfachen Preistreibern

Marktstrategen sehen Silber in einer außergewöhnlich starken Phase. Der HSBC-Analyst Jörg Scherer spricht von einem „hochdynamischen Aufwärtstrend“, der durch mehrere Faktoren gleichzeitig getragen wird. Wie Gold profitiert auch Silber vom Status als Absicherung in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Geopolitische Spannungen, eine unberechenbare US-Politik sowie der spürbare Wertverlust des US-Dollar lenken Kapital in physische Werte.

Anders als Gold besitzt Silber jedoch eine zweite, ebenso bedeutende Funktion.

Industrie als entscheidender Nachfragetreiber

Über die Hälfte der globalen Silbernachfrage entfällt auf industrielle Anwendungen. Besonders stark wirkt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien aus. Sonja Marten, Chefvolkswirtin der DZ Bank, erklärt dazu: „Der massive Ausbau der Solarenergie hat die Nachfrage nach Silber deutlich verstärkt.“

In der Photovoltaik ist Silber ein zentraler Bestandteil moderner Solarzellen. Ersatzstoffe existieren zwar theoretisch, führen jedoch bislang zu erheblichen Effizienzverlusten. Der weltweite Umbau der Energiesysteme macht Silber damit zu einem strategisch wichtigen Rohstoff.

Hinzu kommen Anwendungen in der Elektromobilität, der Elektronikindustrie, der Halbleiterfertigung, der Telekommunikation sowie in Rechenzentren, die durch den Boom der Künstlichen Intelligenz stark ausgebaut werden.

Begrenzte Förderung verschärft das Angebotsproblem

Der stark wachsenden Nachfrage steht ein strukturell eingeschränktes Angebot gegenüber. Rund 70 Prozent der weltweiten Silbermenge entstehen lediglich als Nebenprodukt beim Abbau anderer Metalle wie Kupfer, Zink, Blei oder Gold. Nur etwa 30 Prozent stammen aus reinen Silberminen.

Diese Produktionsstruktur verhindert schnelle Angebotsausweitungen selbst bei stark steigenden Preisen. Fachleute sprechen daher von einem anhaltenden Angebotsdefizit, das den Preisanstieg fundamental untermauert. Anders als frühere Silberrallys basiert die aktuelle Bewegung nicht primär auf kurzfristiger Spekulation, sondern auf realen Marktengpässen.

Terminmärkte zeigen geringe Überhitzung

Auffällig ist die Zurückhaltung institutioneller Spekulanten. Die wöchentlichen Commitment-of-Traders-Daten zeigen, dass große Marktteilnehmer wie Hedgefonds bislang keine dominierende Rolle spielen.

Der Markttechniker Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest stellt fest: „Die spekulativen Positionen im Silbermarkt sind vergleichsweise niedrig. Die Daten lassen weiteren Spielraum nach oben erkennen.“ Diese Beobachtung spricht gegen eine klassische Blasenbildung und stützt die These eines strukturell getriebenen Anstiegs.

Gold-Silber-Verhältnis als Warnsignal

Trotz der robusten Fundamentaldaten gibt es Hinweise auf zunehmende Überbewertungen. Das Gold-Silber-Ratio, das den Preisabstand beider Metalle misst, liegt derzeit bei etwa 47. Ein vergleichbar niedriger Wert wurde zuletzt im September 2011 erreicht.

Der Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank warnt: „Silber ist im Verhältnis zu Gold nicht mehr günstig bewertet.“ Ein solches Niveau deutet auf eine starke relative Überdehnung hin und erhöht das Risiko spürbarer Rückschläge.

Gold als Spiegel des Vertrauensverlusts

Parallel zur Silberhausse verändert sich die Rolle von Gold. Nach dem Sprung über 5.500 US-Dollar reagieren die Märkte weniger auf klassische Einflussfaktoren wie Konjunkturdaten, Inflationsraten oder Zinserwartungen. Stattdessen spiegelt der Goldpreis zunehmend Zweifel an der Stabilität staatlicher Währungen und an der Steuerungsfähigkeit der Geldpolitik wider.

Gold fungiert damit nicht mehr nur als Absicherung, sondern zunehmend als Alternative zum bestehenden Währungssystem.

Erhöhte Schwankungen im weiteren Jahresverlauf

Mit den extremen Kursgewinnen steigt das Risiko kräftiger Gegenbewegungen. Experten erwarten für 2026 eine Phase hoher Volatilität, insbesondere beim Silberpreis. Starke Ausschläge nach oben wie nach unten könnten den Markt prägen und verlangen von Investoren hohe Risikobereitschaft.

Schlagwörter: AngebotsdefizitEdelmetalleGoldpreisGoldSilberRatioIndustrienachfrageInflationPhotovoltaikRohstoffeSachwerteSilberpreis
Tobias Schreiner

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