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STARTSEITE TECHNIK

China plant grünes Mega-Kraftwerk in Tibet

VON Tobias Schreiner
31. Dezember 2024
in TECHNIK, WELT
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Nachbarn besorgt

China hat die Pläne für ein gigantisches Wasserkraftwerk am Yarlung Tsangpo in Tibet konkretisiert. Mit einer jährlichen Energieproduktion von 300 Milliarden Kilowattstunden könnte es fast zwei Drittel des deutschen Stromverbrauchs abdecken und das größte Kraftwerk der Welt werden. Doch das Projekt, das auf den ersten Blick als Meilenstein der Energiewende erscheint, sorgt für erhebliche Kontroversen, sowohl national als auch international.

Eine neue Ära der Wasserkraft

Die Voraussetzungen für das Mega-Kraftwerk könnten kaum günstiger sein. Der Yarlung Tsangpo, der durch die tiefste Schlucht der Welt fließt, verliert auf nur 50 Kilometern 2000 Meter an Höhe – eine gewaltige Energiequelle. Die chinesische Regierung verfolgt diese Idee seit Jahrzehnten. Jetzt hat Peking das Projekt offiziell genehmigt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll die Region nicht nur von der Energieproduktion profitieren, sondern auch durch neue Arbeitsplätze. „Dieses Kraftwerk ist ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung Tibets und Chinas Klimaziele“, so ein Vertreter von Xinhua.

Zahlen und Dimensionen

Mit einer geschätzten Bauzeit von über zehn Jahren und voraussichtlichen Kosten von rund 135 Milliarden Euro ist das Projekt nicht nur technisch, sondern auch finanziell eine gigantische Herausforderung. Zum Vergleich: Der Drei-Schluchten-Damm, derzeit das größte Wasserkraftwerk der Welt, kostete etwa 30 Milliarden Euro und produziert jährlich 88 Milliarden Kilowattstunden – weniger als ein Drittel des geplanten neuen Kraftwerks.

Ein Projekt mit Schattenseiten

Obwohl China mit dem Kraftwerk seinen wachsenden Energiehunger stillen und den Kohleverbrauch senken möchte, werfen Kritiker zahlreiche Fragen auf. Die Bauarbeiten in der abgelegenen Region Medong werden durch die unzureichende Infrastruktur erschwert. Erst 2013 wurde dort die erste asphaltierte Straße fertiggestellt. Zusätzlich müssen wohl, wie beim Drei-Schluchten-Damm, Menschen umgesiedelt werden, auch wenn in Medong nur etwa 15.000 Einwohner leben.

Auch die ökologischen Auswirkungen sind enorm. Der Eingriff in eines der unberührtesten Ökosysteme der Welt könnte schwerwiegende Folgen für Flora und Fauna haben. Der Yarlung Tsangpo beherbergt zahlreiche endemische Arten, die durch den Bau des Staudamms bedroht werden könnten.

Internationale Spannungen nehmen zu

Die Sorgen der Nachbarländer Indien und Bangladesch sind noch gravierender. Der Yarlung Tsangpo wird flussabwärts zum Brahmaputra, einer der wichtigsten Lebensadern der Region. Hunderte Millionen Menschen sind auf das Wasser angewiesen – sowohl für die Trinkwasserversorgung als auch für die Landwirtschaft. Indien befürchtet, dass China die Wasserzufuhr kontrollieren oder gezielt Überschwemmungen verursachen könnte. Ein indischer Regierungssprecher warnte: „Dieses Projekt könnte die Wassersicherheit in Indien und Bangladesch erheblich gefährden.“

Indien plant als Gegenmaßnahme eigene Wasserkraftwerke entlang des Brahmaputra. Diese Projekte liegen jedoch flussabwärts und könnten die Auswirkungen des chinesischen Mega-Staudamms kaum kompensieren.

Ein Meilenstein mit globalen Folgen

Das Mega-Kraftwerk in Tibet ist ein Symbol für Chinas Ambitionen, weltweit führend in der nachhaltigen Energieproduktion zu werden. Doch es steht auch für die Herausforderungen solcher Projekte: Die ökologischen und sozialen Folgen sind enorm, und die geopolitischen Spannungen könnten sich weiter verschärfen. Während China auf einen technologischen Fortschritt setzt, bleibt die Frage offen, wie die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bewältigt werden sollen.

Schlagwörter: ChinaEnergieKraftwerkTechnikTibetUmweltWasserWelt
Tobias Schreiner

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