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Krieg treibt Preise und belastet Kaufkraft

VON Tobias Schreiner
4. März 2026
in LEBEN, MARKT
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Energiepreise steigen durch Konflikt im Nahen Osten

Der Krieg rund um Iran und die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten zeigen inzwischen deutliche wirtschaftliche Folgen auch in Europa. Besonders stark reagieren die Energiemärkte: Öl, Gas und damit verbundene Transportkosten sind deutlich gestiegen. Diese Entwicklung trifft Verbraucher bereits heute an der Tankstelle – und könnte in den kommenden Monaten auch zahlreiche weitere Preise nach oben treiben.

Der Dieselpreis ist infolge der Marktverwerfungen zeitweise auf über zwei Euro pro Liter gestiegen. Benzin verteuerte sich gleichzeitig um etwa 12 Cent pro Liter. Für Autofahrer bedeutet dies bei durchschnittlicher Nutzung zusätzliche Belastungen von 10 bis 20 Euro pro Monat.

Die steigenden Preise entstehen vor allem durch Unsicherheit über die Energieversorgung aus der Region. Der Nahe Osten zählt zu den wichtigsten Lieferanten für Öl und Gas. Jede militärische Eskalation löst daher sofortige Reaktionen an den Rohstoffbörsen aus.

Heizkosten und Gaspreise unter Druck

Nicht nur Autofahrer spüren die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen. Auch beim Heizen sind die Effekte inzwischen sichtbar. Der Preis für Heizöl lag zeitweise deutlich über dem Niveau der Vorwoche. Besonders Haushalte, die Heizöl nachkaufen müssen, könnten davon betroffen sein.

Auch der europäische Erdgasmarkt reagierte heftig auf die Krise. Zwischenzeitlich stieg der Gaspreis um rund 30 Prozent. Für viele Verbraucher bleibt diese Entwicklung zunächst indirekt spürbar, da Energieversorger ihre Tarife häufig zeitverzögert anpassen. Sollte das Preisniveau jedoch länger hoch bleiben, könnten sich die Kosten in vielen Haushalten deutlich erhöhen.

Die Energiekosten gelten als zentraler Faktor für zahlreiche Wirtschaftszweige. Steigen sie dauerhaft, wirkt sich das häufig auf eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen aus.

Lebensmittel könnten bald teurer werden

Experten warnen deshalb bereits vor möglichen Preissteigerungen im Supermarkt. Besonders die Lebensmittelindustrie reagiert sensibel auf steigende Energie- und Transportkosten. Produktionsprozesse wie Backen, Kühlen, Trocknen oder Abfüllen benötigen erhebliche Mengen an Strom oder Gas.

Boris Hedde, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH Köln, erklärte:
„Konflikte dieser Art können über steigende Energie- und Logistikkosten auch Lebensmittel verteuern.“

Sollten Energiepreise länger hoch bleiben, könnten sich die höheren Kosten mit Verzögerung auch im Einzelhandel bemerkbar machen.

Backwaren und Getränke besonders betroffen

Besonders stark betroffen wären Produkte mit hohem Energieanteil in der Herstellung. Dazu gehören etwa Brot, Brötchen, Backwaren, Getränke, Süßwaren oder Fertiggerichte.

Viele Bäckereien betreiben ihre Öfen mit Gas. Wenn Energie dauerhaft teurer bleibt, könnten die Preise entsprechend steigen. Branchenbeobachter halten einen Anstieg von rund 10 Prozent für möglich. Ein Brötchen, das derzeit 50 Cent kostet, könnte dann etwa 55 Cent kosten.

Auch Getränke oder verarbeitete Lebensmittel könnten teurer werden. Neben Energie spielen in der Produktion auch Verpackung, Kühlung und Transport eine zentrale Rolle. Steigen diese Kosten, geben Hersteller sie häufig an den Handel weiter.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, zu deren Mitgliedern Unternehmen wie Coca-Cola, Danone, Ferrero, Haribo oder Nestlé gehören, warnt bereits vor erheblichen Belastungen. Verbandschef Christoph Minhoff sprach von einem möglichen „Kosten-Tsunami“, der durch steigende Energie- und Transportpreise ausgelöst werden könne.

Auch Restaurants könnten Preise erhöhen

Die Auswirkungen könnten sich nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Gastronomie bemerkbar machen. Branchenexperten rechnen damit, dass Restaurantpreise bei dauerhaft hohen Energiekosten um 5 bis 10 Prozent steigen könnten.

Eine typische Currywurst mit Pommes, die derzeit etwa 8 Euro kostet, könnte dann rund 8,80 Euro erreichen. Auch Getränke oder kleinere Snacks könnten sich um 20 bis 30 Cent verteuern.

Für Gastronomiebetriebe sind Energiepreise ein zentraler Kostenfaktor. Küchen, Kühlanlagen und Beleuchtung verbrauchen große Mengen Strom und Gas.

Industrieprodukte ebenfalls betroffen

Nicht nur Lebensmittel und Gastronomie reagieren empfindlich auf steigende Energiekosten. Auch energieintensive Industrien geraten unter Druck.

Der Handelsexperte Gerrit Heinemann weist darauf hin, dass selbst Haushaltsgeräte teurer werden könnten. Ein Kühlschrank, der aktuell rund 600 Euro kostet, könnte sich demnach um 50 bis 60 Euro verteuern.

Steigende Preise für Rohstoffe, Energie und Transport wirken sich häufig entlang der gesamten Produktionskette aus.

Kaufkraft der Bürger bereits geschwächt

Für viele Verbraucher trifft diese Entwicklung auf eine ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Einkommen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich langsamer gestiegen sind als die Preise.

Zwischen 2020 und 2025 lag die Inflation bei 21,8 Prozent, während die Einkommen lediglich um rund 11 Prozent zunahmen. Das mittlere Einkommen stieg von 26.008 Euro auf 28.913 Euro. Das durchschnittliche Einkommen erhöhte sich im selben Zeitraum von 29.896 Euro auf 33.385 Euro.

Damit haben viele Haushalte real an Kaufkraft verloren.

Die Gründerin des Bündnis Sahra Wagenknecht, Sahra Wagenknecht, erklärte dazu:
„Die neuen Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger seit Corona und Ukraine-Krieg erheblich an Wohlstand verloren hat. Das sind keine kleinen Einschnitte, sondern massive Kaufkraftverluste.“

Sie warnte außerdem vor neuen Belastungen durch steigende Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.

Inflationsrisiko bleibt hoch

Wie stark sich die Preisentwicklung tatsächlich auswirkt, hängt entscheidend davon ab, wie lange der Konflikt anhält. Kurze militärische Auseinandersetzungen führen oft nur zu temporären Marktausschlägen. Dauerhafte Spannungen können jedoch langfristige Inflationseffekte auslösen.

Historische Analysen zeigen, dass geopolitische Krisen häufig mit steigender Inflation und schwächerem Wirtschaftswachstum verbunden sind – selbst in Ländern, die nicht direkt an den Konflikten beteiligt sind.

Für Verbraucher bedeutet dies vor allem eines: Steigende Energiepreise wirken wie ein Dominoeffekt. Sie beginnen an den Rohstoffmärkten, schlagen sich an Tankstellen nieder und können schließlich viele Bereiche des täglichen Lebens verteuern.

Schlagwörter: BenzinpreisDeutschlandDieselpreisEnergiepreiseGaspreisHeizölInflationIranKaufkraftKriegKriseLebenLebensmittelpreiseVerbraucherpreise
Tobias Schreiner

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