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Neuer Impfstoff senkt Hautkrebs-Rückfallrisiko deutlich

VON Tobias Schreiner
20. Januar 2026
in LEBEN, PANORAMA
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Die US-Pharmakonzerne Moderna und Merck melden einen medizinisch bedeutsamen Fortschritt in der Krebsforschung. Neue Langzeitdaten zeigen, dass ein personalisierter Hautkrebs-Impfstoff in Kombination mit der Immuntherapie Keytruda das Risiko eines erneuten Krankheitsausbruchs oder des Todes erheblich reduziert. Die Ergebnisse stärken die Hoffnung auf neue, individualisierte Behandlungsansätze bei aggressiven Tumorformen.

Fünfjahresdaten bestätigen anhaltende Wirksamkeit

Nach Angaben der Unternehmen belegt eine fünfjährige Nachbeobachtung, dass die kombinierte Therapie das Risiko für Rückfälle oder Tod um 49 Prozent senkt. Damit wird die bereits nach drei Jahren beobachtete Wirksamkeit nicht nur bestätigt, sondern auch langfristig untermauert.

Die Studienergebnisse gelten als besonders aussagekräftig, da Rückfälle bei Hochrisiko-Melanomen häufig erst mehrere Jahre nach der Erstbehandlung auftreten.

Personalisierter Impfstoff für Hochrisiko-Patienten

Der Impfstoff mit dem Namen Intismeran Autogen richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Hochrisiko-Melanomen, bei denen der Tumor operativ entfernt wurde. Im Gegensatz zu klassischen Impfstoffen wird Intismeran individuell hergestellt. Grundlage ist die genetische Signatur des jeweiligen Tumors, wodurch das Immunsystem gezielt auf verbliebene Krebszellen vorbereitet wird.

Diese personalisierte Vorgehensweise soll die körpereigene Abwehr befähigen, verbliebene Tumorreste frühzeitig zu erkennen und zu zerstören.

Kombination mit bewährter Immuntherapie

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Verbindung des Impfstoffs mit Keytruda, einem bereits etablierten Krebsmedikament aus der Gruppe der Immuncheckpoint-Inhibitoren. Keytruda unterstützt das Immunsystem dabei, Krebszellen nicht zu tolerieren, sondern aktiv zu bekämpfen.

Die Kombination beider Ansätze verstärkt nach Einschätzung der Studienautoren die Immunantwort deutlich und erklärt den starken Rückgang des Rückfallrisikos.

Ausweitung der Studien auf weitere Krebsarten

Angespornt durch die positiven Ergebnisse testen Moderna und Merck die kombinierte Therapie inzwischen in acht weiteren groß angelegten Studien. Dabei geht es nicht mehr nur um Hautkrebs, sondern auch um andere Tumorarten mit hoher Rückfallquote.

Untersucht wird der Einsatz unter anderem bei Lungenkrebs, Blasenkrebs und Nierenkrebs. Ziel ist es, zu prüfen, ob der personalisierte Impfansatz auch bei diesen Erkrankungen vergleichbare Vorteile bringt.

Bedeutung für die Krebsmedizin

Die jetzt vorgelegten Daten gelten in Fachkreisen als wichtiger Meilenstein. Sie zeigen, dass personalisierte Krebsimpfstoffe nicht nur kurzfristig wirken, sondern über Jahre hinweg einen messbaren Nutzen bringen können.

Sollten sich die Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen, könnte sich die Krebsbehandlung grundlegend verändern. Weg von standardisierten Therapien, hin zu individuell zugeschnittenen Behandlungsstrategien, die auf die genetischen Eigenschaften des Tumors abgestimmt sind.

Pharmakonzerne setzen auf langfristige Entwicklung

Für Moderna, bislang vor allem durch mRNA-Impfstoffe bekannt, unterstreichen die Ergebnisse die strategische Bedeutung der Onkologie für das Unternehmen. Merck wiederum stärkt mit den Daten die Position von Keytruda als zentralem Baustein moderner Krebstherapien.

Beide Konzerne betonen, dass die langfristige Wirksamkeit entscheidend sei, um personalisierte Impfstoffe in die klinische Praxis zu überführen und für eine breite Patientengruppe verfügbar zu machen.

Schlagwörter: HautkrebsImmuntherapieKeytrudaKrebsimpfstoffKrebsstudieMelanomMerckModernaOnkologiepersonalisierte Therapie
Tobias Schreiner

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