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STARTSEITE DEUTSCHLAND

Spritpreise steigen weiter und setzen Autofahrer unter Druck

VON Tobias Schreiner
3. Februar 2026
in DEUTSCHLAND, LEBEN
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Autofahrer in Deutschland mussten zum Jahresbeginn deutlich tiefer in die Tasche greifen. Benzin und Diesel waren im Januar merklich teurer als noch im Dezember, und auch zu Beginn des Februars zeigt die Preiskurve weiter nach oben. Nach aktuellen Auswertungen steigen die Kosten an den Zapfsäulen kontinuierlich – getragen von höheren Rohölnotierungen und zusätzlichen staatlichen Belastungen.

Deutlicher Preissprung zum Jahreswechsel

Nach Angaben des ADAC verteuerte sich Superbenzin der Sorte E10 im Januar im bundesweiten Durchschnitt um 8,6 Cent pro Liter gegenüber dem Vormonat. Diesel legte sogar um 9,4 Cent zu. Damit kostete ein Liter E10 durchschnittlich 1,739 Euro, während für Diesel 1,692 Euro fällig wurden.

Diese Entwicklung markiert einen klaren Bruch mit der Erwartung vieler Verbraucher, dass die Preise nach dem Jahreswechsel stabil bleiben oder sinken könnten.

Teure und günstige Tanktage im Januar

Ein Blick auf die Tagespreise zeigt erhebliche Schwankungen. Für Benzinfahrer war der 15. Januar der teuerste Tag, an dem E10 bis zu 1,749 Euro pro Liter kostete. Diesel erreichte seinen Höchststand am 31. Januar mit 1,718 Euro pro Liter.

Am günstigsten konnten Autofahrer gleich zu Jahresbeginn tanken. Neujahr war für beide Kraftstoffe der preiswerteste Tag: E10 kostete 1,709 Euro, Diesel 1,658 Euro je Liter.

Februar setzt den Aufwärtstrend fort

Auch im neuen Monat ist bislang keine Entlastung in Sicht. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt eines Dienstags im Februar lag der Preis für E10 bei 1,752 Euro pro Liter, Diesel kostete 1,728 Euro. Beide Werte übertreffen bereits die jeweiligen Höchststände aus dem Januar.

Damit bestätigt sich der Trend weiter steigender Kraftstoffpreise, der viele Haushalte zusätzlich belastet.

Rohölpreise als zentraler Kostentreiber

Als wichtigste Ursache für den Anstieg nennt der ADAC die höheren Rohölpreise. Der Verkehrsclub erklärte dazu wörtlich, der kräftige Preisanstieg beim Rohöl habe „maßgeblich zu den höheren Spritpreisen beigetragen“. Zwar wirkte der zuletzt stärkere Euro dämpfend, da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, doch konnte dieser Effekt den Kostenanstieg nur teilweise abfedern.

Zusätzlich wirkt sich seit Jahresbeginn die nächste Stufe des CO₂-Preises aus. Nach früheren Angaben des ADAC kann dieser Aufschlag bis zu drei Cent pro Liter Kraftstoff betragen.

Ungewöhnlich geringer Abstand zwischen Diesel und Benzin

Auffällig ist derzeit der geringe Preisunterschied zwischen Diesel und E10. Normalerweise liegt Diesel an der Zapfsäule deutlich günstiger, da er steuerlich um mehr als 20 Cent pro Liter begünstigt ist. Im langjährigen Durchschnitt spiegelt sich dieser Vorteil auch im Endpreis wider.

Aktuell ist der Abstand jedoch ungewöhnlich klein. Als mögliche Gründe gelten Jahreszeit und Witterung. Diesel ist chemisch eng mit Heizöl verwandt, und bei Kälte steigt die Nachfrage nach Heizöl. Diese zusätzliche Nachfrage treibt häufig auch den Dieselpreis nach oben.

Hoffnung auf Entlastung im Frühjahr

Für Dieselfahrer gibt es zumindest einen vorsichtigen Ausblick auf Besserung. Mit dem Ende der Heizperiode im Frühjahr könnte die Nachfrage nach Heizöl zurückgehen. In der Folge rechnen Marktbeobachter mit einer gewissen Entspannung beim Dieselpreis.Ob und wann diese Entlastung spürbar wird, hängt jedoch maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Rohölpreise, der Währungskurse und der energiepolitischen Rahmenbedingungen ab. Für den Moment bleibt Tanken in Deutschland ein kostspieliges Vergnügen.

Schlagwörter: ADACBenzinCO₂PreisDieselE10HeizölKraftstoffRohölSpritpreiseTanken
Tobias Schreiner

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