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Goldpreis nähert sich 5000 Dollar – Märkte alarmiert

VON Katrin Schuster
20. Januar 2026
in MARKT, WIRTSCHAFT
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Der internationale Goldmarkt bleibt fest im Griff geopolitischer und wirtschaftlicher Spannungen. Nach mehreren kräftigen Aufwärtsbewegungen setzt das Edelmetall seinen Höhenflug fort und rückt erstmals ernsthaft in die Nähe der Marke von 5000 US-Dollar je Feinunze. Auch andere Edelmetalle wie Silber profitieren spürbar von der wachsenden Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Neue Rekordstände bei Gold und Silber

Zuletzt erreichte der Goldpreis ein weiteres Allzeithoch von rund 4739 US-Dollar je Unze. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits seit Wochen von stetigen Kursgewinnen geprägt ist. Parallel dazu verzeichnet auch Silber deutliche Aufschläge und notiert auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Marktbeobachter sprechen von einer Fluchtbewegung in klassische Sachwerte.

Anspannung vor Trump-Rede in Davos

Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Preisrallye ist die Erwartung einer mit Spannung verfolgten Rede von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Ein Händler fasst die Lage zusammen: „Der Markt wartet auf die Rede von Donald Trump in Davos.“

Nach Einschätzung vieler Investoren könnte der Auftritt weitreichende politische Signale senden. Diskutiert werden mögliche Aussagen zu einer grundlegenden Neuausrichtung der internationalen Ordnung, zu transatlantischen Beziehungen sowie zu sicherheitspolitischen Fragen.

Politische Unsicherheit treibt Nachfrage nach Edelmetallen

Die Nervosität an den Märkten hat zuletzt deutlich zugenommen. Szenarien wie eine Schwächung oder gar das Ende der NATO, ein engeres Verhältnis der USA zu Moskau oder ein Rückzug aus multilateralen Verpflichtungen sorgen für erhebliche Verunsicherung.

Ein Marktteilnehmer erklärt: „Die Unsicherheit nimmt weiter zu.“ In einem solchen Umfeld gelten Gold und Silber traditionell als Absicherung gegen politische Risiken, Währungsabwertung und Vertrauensverluste in staatliche Institutionen.

5000-Dollar-Marke rückt in Reichweite

Sollte die Rede Trumps den befürchteten Ton anschlagen, halten Händler weitere Kursgewinne für realistisch. „Je nach Tenor der Rede sind weitere Vorstöße Richtung 5000 möglich“, heißt es aus dem Handel. Die runde Marke gilt als psychologisch bedeutend und könnte zusätzliche spekulative Käufe auslösen.

Euro-Goldpreis ebenfalls auf Rekordniveau

Auch in Euro gerechnet erreicht Gold neue Höchststände. Allerdings fällt der Anstieg hier weniger dynamisch aus als in US-Dollar, was vor allem auf Währungseffekte zurückzuführen ist. Der stärkere Dollar verstärkt den Preisanstieg an den internationalen Märkten, während europäische Anleger einen etwas gedämpfteren Effekt spüren.

Edelmetalle als Krisenbarometer

Die aktuelle Entwicklung unterstreicht einmal mehr die Rolle von Gold als Seismograf für globale Risiken. Steigende Preise signalisieren weniger Optimismus über Wachstum und Stabilität, sondern vielmehr die Suche nach Sicherheit. Silber profitiert dabei zusätzlich von seiner Doppelfunktion als Wertanlage und Industriemetall.

Schlagwörter: DavosDonald TrumpEdelmetallegeopolitische RisikenGoldGoldpreisKrisenabsicherungRekordhochRohstoffmärkteSilber
Katrin Schuster

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